Die dena-Sanierungsstudie untersucht die Wirtschaftlichkeit von energetischer Sanierung im Mietwohnungsbau und bei selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern. © denaDie dena-Sanierungsstudie untersucht die Wirtschaftlichkeit von energetischer Sanierung im Mietwohnungsbau und bei selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern. © dena

Die energetische Gebäudesanierung rechnet sich

dena-Sanierungsstudie 2012 erschienen

Mit der energetischen Gebäudesanierung kann der Energiebedarf von Bestandsgebäuden um 50 bis 90 Prozent verringert werden. Das ist unstrittig.
Doch sind diese Energieeffizienzmaßnahmen auch wirtschaftlich? Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat jetzt unter Mitarbeit des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) eine zweiteilige Studie veröffentlicht, worin die Wirtschaftlichkeit von energetischer Sanierung sowohl im Mietwohnungsbau als auch bei selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern untersucht wird.

Verschiedene Modell- und Pilotprojekte zeigen, dass der Energiebedarf von Bestandsgebäuden je nach Planungsaufwand und Technikeinsatz um 50 bis 90 Prozent gesenkt werden kann. So unterbieten beispielsweise die Gebäude im dena-Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand“ die jeweils gültige Energieeinsparverordnung im Mittel um etwa 50 Prozent und sind damit erheblich besser als vergleichbare Neubauten.Doch trotz hoher Energiekosten und vieler guter Sanierungsbeispiele sind Vorbehalte gegenüber dem energieeffizientem Bauen und Sanieren verbreitet. Dies liegt zum einen an der hohen Komplexität von Sanierungsprojekten. Hinzu kommt, dass der Markt für Produkte und Dienstleistungen transparenter sein könnte. Außerdem fehlt nach Einschätzung der dena oft das Vertrauen in ein hochwertiges Sanierungsergebnis. Doch entscheidende Vorbehalte scheint es beim Thema Kosten und Wirtschaftlichkeit zu geben. Die jetzt vorgelegte dena-Sanierungsstudie untersucht deshalb die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen zur energetischen Sanierung im Mietwohnungsbau und für selbst genutztes Wohneigentum. Die Studie will zum einen klären, welche energetischen Standards für die breite Anwendung praxistauglich sind. Zum anderen wird darin die Wirtschaftlichkeit von Sanierungskonzepten bewertet. Hierbei werden Sanierungsvollkosten und energieeffizienzbedingte Mehrkosten unterschieden, nach Gebäudetypen und Altersklassen differenziert und auch der Einfluss von öffentlichen Breitenförderprogrammen auf die Wirtschaftlichkeit wird genauer untersucht. 

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